Mittwoch, der 28. Januar Coromandel Town – am See neben dem Camp
- Nanu, wo ist denn das Wasser hin? Am nächsten Morgen bemerken wir,wie stark teilweise die Auswirkungen von Ebbe und Flut sind. Das Wasser ist gute 100m vom Strand geflohen, dies ist jedoch kein Problem für die „Locals“, die haben ihre Schiffchen einfach weiter draußen „geparkt“.
- Nach einem Bad im zurück gekommenen Meer und Frühstück, werden wir während des Zusammenpackens von einer Frau aus dem Ort angesprochen. Sie kommt straffen Schrittes auf uns zu. Oha, jetzt gibt es doch Ärger für das unerlaubte Zelten am Strand. Im Kopf suchen wir schon alle möglichen Erklärungen zusammen. Doch dann fragt sie uns nach einem weißen Auto, ob wir es gesehen hätten oder ob wir während der Nacht etwas komisches bemerkt hätten. Nach weiterem Nachfragen erfahren wir, dass in der Nachbarschaft während der Nacht Karawane ausgeraubt worden sind. So was komisches, wer beklaut denn Karawane welche winterfest gemacht wurden sind.
- Wir fahren zurück nach Coromandel Town und kaufen dort bei einem Mann in der Garage den besagten „Manuka Honig“. Manuka Honig stammt aus den Coromandel Wäldern und ist sehr gesund. Er hilft bei Wunden und Verdauungsproblemen und soll allgemein gesundheitsfördernd sein.
- Weiter geht es. Wir wollen an die Ostküste von Coromandel zum „Cathedral Cove“, einen der schönsten Strände von Coromandel. Um dorthin zu gelangen müssen wir über die einzigste Verbindungsstraße zwischen West und Ostküste. Es geht circa 50 km über eine Schotterpiste. Das hat schon sehr was von Safari, was wir dort erlebt haben. Um so froher sind wir als wir später wieder auf geteerte Straßen und Häuser treffen.
- In Hahei fahren wir an den Strand, es ist traumhaft hier! Weißer,weicher und feiner Sandstrand, ruhiges Meer, große begrünte Felsbrocken im Meer und Sonnenschein. Einfach nur wunderschön! Von hier aus gibt es einen Wanderweg zum „Cathedral Cove“. 1,5 Stunden zum Laufen, die haben wie leider nicht und entschließen von daher näher mit dem Auto hinzu fahren.
- Auf einem großen Parkplatz an der Steilküste halten wir und steigen eine halbe Stunde hinab zum „Cathedral Cove“. Unten angekommen fühlen wir uns dem Paradies schon ganz schön nah. Es ist wunderschön hier! Der selbe feine, weiche Sand. „Cathedral Cove“ ist ein Felsen, welcher vom Meer unterspült wurde und durch den man jetzt hindurch laufen kann. Einige Felsen weißen aufgrund der Unterspülung größere Höhlen auf. Am Rande der Bucht ist ein Süßwasser- Wasserfall. Die Bucht hat uns in ihren Bahn gezogen! Wir kommen uns vor wie in „Fluch der Karibik“. Wir erfrischen uns im Pazifik und lassen es uns einfach nur gut gehen. Wir sind hier an so einem wunderschönen Ort leider nicht allein, aber die Menschenmassen verlaufen sich ganz gut hier.
- Unser morgiges Ziel heißt Rotrua, deswegen müssen wir weiter und verbringen den restlichen Nachmittag im Auto. Später am Abend erreichen wir Te Puke und suchen ein Camp in der Nähe auf, da wir aber schon zu spät dran sind, werden wir nicht mehr ins Camp herein gelassen. Kein Problem für uns alte Outdoor-Hasen wie uns. Wir zelten eiskalt neben dem Campeingang auf der Wiese am Schwanteich und lassen uns unsere Nudeln mit Tomatensauce schmecken.
Dienstag, der 27. Januar Kawa Kawa – Coromandel Town
- Wir feiern Rica´s 23. Geburtstag mit einem ausgiebigen Frühstück und Kuchen. Danach erkunden wir ein wenig den Hundertwasserort Kawa Kawa und benutzen auch ehrfürchtig dessen kreierte Toiletten. Mit neuer Essensration und aufgetanktem Nutzwassertank geht es weiter an der Ostküste entlang. In Whangarei machen wir Halt um die ersten Postkarten entwickeln zu lassen und Vati kauft sich einen Polfilter.
- Wir fahren durch Auckland durch, über die Harbour Bridge weiter Richtung Süden. Heute zählt nur Meter machen und Coromandel Town erreichen, sonst schaffen wir den eng gesteckten Routenplan nicht. Ab Thames betreten wir die Coromandel Peninsula, von hier ab geht es auf einer teils nur einspurigen und schmalen Küstenstraße Richtung Coromandel Town am schönen Pazifik entlang. Wir genießen die Aussicht und sehnen uns schon auf ein Ende der langen Autofahrt.
- Noch vor der Abenddämmerung erreichen wir Coromandel Town. Ein schönes kleines Städtchen, mit einer einzigen Haupt- und Einkaufstraße. Zur Feier des Tages gehen wir in dem gemütlichen Restaurant „The Olive Tree“ essen. Das Essen war ausgezeichnet und der empfohlene Wein schmeckte auch gut. Während unseres Aufenthaltes kommen wir mit der Bedienung ins Gespräch. Sie ist aus Schottland und arbeitet für einen Sommer lang hier. Sie empfiehlt uns zwei Zeltplätze und erklärt uns den Weg.
- Wir machen uns auf den Weg zu einem der Zeltplätze, suchen diesen aber vergeblich. Müde vom gutem Essen geben wir auf und bauen im Dunkel unser Quartier an einem Strand auf. Wir sind nicht die einzigen die hier campen und kümmern uns deswegen wenig um das „No Camping Schild“ Benommen von dem Wein und mit Meeresrauschen schlafen wir alle schnell ein.
Montag, der 26. Januar Ahipara – Cape Reigna – Kawa Kawa
- Herrlich mit Meeresrauschen aufzuwachen! Keine Seele am Strand. Wir springen auf ein kleines Bad in der Tasmanischen See und genießen danach ein leckeres Frühstück. Die Möwen scheinen uns das gleich tun zu wollen und bringen im Schwarm mit ihren Attacken auf Fische dass Meer zum Kochen, was für ein Spektakel. So nach und nach erweckt das Dorf zum Leben, immer mehr Surfer halten am Straßenrand an auf der Suche nach der perfekten Welle. Auch ein einsamer Reiter kommt des Weges…
- Auf geht’s ans Nordkap. Die nächsten100km ziehen sich ganz schön hin und die letzten 30 km geht es sogar über eine Schotterpiste. Das Kap hin selbst ist touristisch schon vollkommen erschlossen. Ein geräumiger Parkplatz wurde angelegt, geteerte Wege und große Wandtafeln erklären den Ort an dem man sich befindet. Der berühmte weiße Leuchtturm ist recht klein, aber viel interessanter ist die Maorigeschichte zu diesem Ort. Die Geschichte besagt, dass von hieraus sich die Seelen der verstorbenen Maori auf die Reise ins Jenseits begeben. Eine interessante Sage, die dem Ort etwas mystisches verleiht. Eine Tatsache ist fakt, an diesem Kap treffen die Tasmanische See und der Pazifische Ozean zusammen. Man kann es sogar ein wenig sehen! Einen Trugschluss gibt es jedoch auch. Und zwar ist Cape Reigna nicht der nördlichste Punkt Neuseelands, sonder hier steht lediglich der nördlichste Leuchtturm. Der nördlichste Punkt liegt 20-30 km weiter westlich.
- Auf dem Weg zurück kehren wir in einem Pub in Pukenui ein. Dort gibt es Neuseeländisches Bier und den hauseigenen Burger. Lecker!
- Weiter Richtung Süden auf dem Twin Coast Discovery Highway vorbei an Pahia, Russel, Kerikeri und dem Bay of Islands. Ist eine echt schöne Gegend. Viele gemütliche kleine Örtchen, mit traumhaften Buchten, aber auch schon sehr touristisch erschlossen. Von Russel aus hat man die Möglichkeit auf einem Segelschiff einen Segelturn durch die Bay of Islands mitzumachen. Sehr empfehlenswert. Wir entschließen weiter zu fahren, da der Zeitrahmen eng ist.
- Nachtschlafplatz finden wir in einem Park in Kawa Kawa, dem Hundertwasserort. In diesem Ort sind einige Häuser von Hundertwasser gestaltet wurden: die Einkaufsstraße, einige Fußgängerübergang, Läden und Toiletten(!)
Sonntag, der 25. Januar Auckland – Ahipara
- Voll gepackt und schon gespannt auf unser Spaceship geht’s mit dem Taxi zum Spaceshipverleih, nach Einweisung und Papierkram sind wir stolzer Besitzer eines Spaceships. Aufgrund des Internationalen Führerscheins sind nur Christian und ich als offizielle Fahrer eingeschrieben.
- Was macht das Spaceship so besonders? Es ist ein alter Sharan nur ein noch ein Stück größer, mit Gaskocher, viel Stauraum, Geschirr, Wasserkanister, ein Kingsize Bett, DVD-Player und so weiter. Wenn es interessiert: http://www.spaceship-camper.de/neuseeland/spaceships-neuseeland.htm
- Nach kurzem Frühstück und Einkauf bei Foodtown geht’s dann auch schon Richtung Cape Reigna, immer den State Highway (SH) 1 entlang, auf unserem Weg nach Kaitaia kommen wir an einer gemütlichen Kneipe vorbei, dort erzählt man uns, dass Ahipara einen Besuch wert wäre und tolle Strände zum Surfen hätte. Klar warum nicht sagen wir uns, liegt auf dem Weg und planen dort unser Nachtlager aufzuschlagen.
- Auf dem Weg nach Ahipara müssen wir über ein kleines Gebirge drüber, welches Mutti & Vati und mir zu schaffen macht. Auch das Auto schreit nach Bezin und somit sind wir alle ganz froh als wir nach dem Gebirge den Ort Kaitaia erreichen. Frisch getankt und erholt geht’s weiter.
- Uns wurde nicht zu viel versprochen, Ahipara hat wirklich coole Strände, direkt am Strand bietet sich ein grüner Rastplatz als ideales Nachtlager, wir bauen Zelt und Auto auf und genießen unsere gebratenen Würste und Eier bei tollem Meerausblick…
Samstag, der 24. Januar Wiedersehen in Auckland
- Ankunft der Eltern um 5:00 Uhr morgens in Auckland. Wir haben die letzte Nacht auch nicht geschlafen, da ich spät von Arbeit kam und es sich nicht gelohnt hätte für 2,5 Stunden zu schlafen
- Erstes Wiedersehen nach 4 Monaten an der „Airbus Express“ Haltestelle vor dem Langham, total freudiges Wiedersehen, war echt happy meine Eltern wieder zu sehen. Erst jetzt konnten Mutti und Vati nachvollziehen wie weit weg Neuseeland tatsächlich ist.
- Kurzes Zeigen vom Hotel und meinen Arbeitsplatz, so ruhig früh um 6 Uhr! Danach in die Wohnung, wir sitzen schon auf gepackten Koffern, Mutti und Vati duschen fix, dann geht es zum Frühstück in die Stadt
- An der Waterfront hat schon ein Café offen, frischer Kaffee und Brötchen, Frühstück vor dem Hilton Hotel. Herrlich ist es hier, früh morgens! Die Sonne scheint, dass Meer liegt still und glitzernd vor uns, noch einmal arbeiten und dann hab ich endlich auch Urlaub!
- Stadtbummel, vorbei am Yacht und Segelboot Hafen, dort wird das Geburtstagswochenende von Aucklands 160. Geburtstag eingeläutet. Ein engagierter Ballonmann, bastelt den Männern tolle Hütte und wir Frauen bekommen kleinen Luftballonschmuck geknetet. Echt originell!
- Zurück in der Wohnung machen meine Eltern und Christian ein wenig Siesta, da alle kaum Schlaf die letzte Nacht hatten, ich muss leider auf Arbeit zum Afternoon Tea, später zurück in der Wohnung schläft alles noch
- Anschließend geht’s an den Mount Eden zur „Speight Bar“, unsere Lieblingskneipe, mit leckerem Südinselbier und guter Küche. Wir müssen uns beeilen, da ich einen Tisch für uns halb neun im „Orbit“ Restaurant gebucht habe. So ein Stress und das schon am ersten Urlaubstag
- Wir essen sehr gut dort und haben einen lustigen Abend bei toller Aussicht auf Auckland bei Nacht. (http://www.skycity.co.nz/skycity/auckland/restaurants-and-bars/orbit/orbit_home.cfm)
- Zurück in der Wohnung skypen wir mit Grit,Marcus und Sarah und melden der Eltern ihre sichere Ankunft danach freut sich jeder auf sein Bett




